Archiv der Kategorie: Weltbewegendes aus meinem Leben

Tätiger Glaube rettet das Leben einer sechsköpfigen Familie

Gestern hat jemand im Gottesdienst erzählt, wie seine sechsköpfige Familie vor dem Tod gerettet wurde:

Sie leben in einem Haus, wo die Schlafzimmer im Obergeschoss liegen. Seine beiden Töchter haben gegen 23 Uhr noch zusammen das Buch „Jesus unsere Chance“ von Wilhelm Busch gelesen. Als sie ein Kapitel zu Ende gelesen haben, beschlossen sie noch ein Kapitel zu lesen… Mitten im Kapitel ging auf einmal das Licht aus – sie stellten einen Stromausfall fest und gingen nach unten. Unten bemerkten sie Rauchgeruch und riefen sofort ihren Vater und die Feuerwehr. Es brannte im Heizungsraum (die Anlage hat Feuer gefangen), der direkt neben dem Abstellraum und der Küche lag. Von dort aus hätte das ganze Haus abbrennen können… Doch aufgrund des tätigen Glaubens der Kinder wurde der Brand bemerkt und das Feuer konnte rechtzeitig gelöscht werden…

Das Buch ist sehr empfehlenswert…

Jüngerschaftsschule in der Gemeinde

Das Video ist vielleicht etwas naiv, aber trifft meines Erachtens einen wunden Punkt in vielen Gemeinden von heute: Es gibt viele Aktionen und Veranstaltungen. Aber diese führen selten dazu, dass Jünger gemacht werden (wie Jesus es befohlen hat Mt 28,19-20). Meist gibt es ein paar wenige Jünger, die unheimlich viel tun, und andere, die vielleicht langsam an paar Erkenntnissen zunehmen, aber ansonsten nicht wirklich reifen. Welche Gemeinde bildet  Jünger am laufenden Band aus?

Wir haben jetzt eine Jüngerschaftsschule in der Gemeinde eröffnet, wo bei persönlichen Treffen gelehrt wird, wie man geistlich reifer wird und den Glauben im Alltag lebt und bezeugt. Es gibt 1x im Monat gemeinsame Treffen, ansonsten wöchentlich bzw. jede zweite Woche private Treffen. Für jede Woche gibt es bestimmte themenbezogene Aufgaben.
Schwerpunkt ist aber die tägliche Zeit mit Gott bzw. das Umsetzen des Glaubens im Reden, Handeln, Denken… Die Themen sind darauf ausgerichtet. Die Teilnehmer sollen bei den privaten persönliche Fragen stellen, Rechenschaft geben können, individuell gefördert werden usw.

Zentrales Anliegen der Begleitung ist die persönliche Entwicklung des Einzelnen.

Die Idee und das Konzept wurden wesentlich mitbeeinflusst vom Buch „Die verlorene Kunst des Jüngermachens“ von LeRoy Eims!

Kennt ihr noch weitere Buchempfehlungen oder Artikel im Netz zu diesem Thema?

 

Rückblick auf die Evangelium21-Konferenz 2012

Die Konferenz von Evangelium21 ist schon längere Zeit her (13.–15, Mai 2012), aber ich will jetzt doch noch einmal Revue passieren lassen, weil „sie“ mich verändert hat. Mit ein paar Wochen Abstand sieht man auch immer noch ein bisschen anders, anders direkt danach…

Nachdem ich letztes Jahr nur am Anfang der Konferenz dabei sein konnte, habe ich dieses Jahr schon frühzeitig diese Tage geblockt und mich darauf gefreut. Meine Frau war so gut, mich nach unserem Gottesdienst in der eigenen Gemeinde nach Hamburg zu chauffieren. Dort angekommen, habe ich viele ehemalige FTH-Kommilitonen und einige Freunde und Bekannte getroffen und während der Konferenz genug Zeit gehabt, um mich mit dem Einen oder Anderen zu unterhalten.

Die Vorträge waren diesmal thematisch anders, als letztes Jahr (stark an 9marks orientiert): Das Thema war „Gott redet“ – und das hat ER u.a. durch die herrliche Auslegung der beiden begabten und leidenschaftlichen Hauptredner Don Carson und John Piper.

Die Vorträge möchte ich allen (v.a. Hauptamtlichen und Mitarbeitern in der Gemeinde) wärmstens empfehlen – es gibt sie alle kostenlos zum online anhören oder zum downloaden:

-> http://www.evangelium21.net/ressourcen/serie/e21-konferenz-2012

Bei hanniel gibt es auch gute Mitschriften, für diejenigen, die lieber lesen mögen.

Was ist mein bleibender Eindruck von dieser Konferenz?

  1. Es lässt sich gar nicht so einfach in Worte fassen – ich bin innerlich erbaut und begeistert von dem Evangelium! Es hat mich wieder neu berührt und die Liebe zu Gott vertieft. Das Ziel der Konferenz (das schon im Namen deutlich wird) wurde bei mir erfüllt.
  2. Auch wenn ich Personenkult vermeiden möchte – die Leidenschaft von John Piper in der Verkündigung hat mir besonders gefallen. Er ist ein Vorbild für mich.
  3. Mir fällt auf, dass die Begeisterung so lange nach der Konferenz nicht verflogen ist. Ich glaube das hängt mit Punkt 1 zusammen. Es wurde nicht (nur) die Begeisterung an der Konferenz (Besucher, Redner usw.), sondern an Gott geweckt.
  4. Die Musik war gut! Die Lieder, die wir gesungen haben, waren tiefgründig / aussagekräftig. Teilweise wurden bekannte Lieder überarbeitet und teilweise neue Lieder gedichtet, die z.T. manche Themen überbetonten, aber inhaltlich dennoch sehr gut waren.
  5. Ich habe einige Blogger getroffen, deren Blog ich lese – und einige, die ich nicht kannte, aber sie mich von meinem Blog her… So sind neue Bekanntschaften entstanden… 🙂

Zum Abschluss noch ein paar Bilder: Rückblick auf die Evangelium21-Konferenz 2012 weiterlesen

Wann hat man gelernt, dass man sterben muss?

Gestern gab es wieder eine Beerdigung in der Gemeinde. Ich habe eine kurze Predigt gehalten zu Psalm 90,12:

Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden.

Lehren bedeutet für die andere Seite – für uns – lernen. Wir sollen lernen, dass wir sterben müssen… Aber weiß das nicht jedes Kind, jedes älter gewordene Kind, jeder Erwachsene? Offensichtlich gibt es große Unterschiede darin, wie man das begreift, denn das Ziel ist aus dieser Einsicht klug zu werden!

Ich glaube es ist nicht das theoretische Wissen gemeint – „wir müssen alle irgendwann sterben“, sondern die persönliche Akzeptanz „ich werde über kurz oder lang tot sein“. Wenn wir fähig werden über unsere eigene Beerdigung zu reden, dann haben wir es wirklich gelernt.

Wenn man das begriffen hat, dann bekommt man eine Depression oder wir werden dadurch klug. Denn wenn man für sich selbst akzeptiert, dass man sterben muss, kommen automatisch Fragen wie:

  • Was habe ich mit meinem Leben erreicht/bewirkt?
  • Was ist wirklich wichtig? Was sollte ich unbedingt noch tun?
  • Welchen Sinn hat das Leben?
  • Was kommt nach dem Tod? Was erwartet mich?
  • Was / wen lasse ich wie zurück?

Wenn man sich diesen Fragen stellt, ist man wirklich klug… und wenn man die richtigen Antworten findet, ist man am Klügsten 😉 Also lieber mal innehalten und wirklich wichtige Fragen bedenken, als wieder mit unwichtigem fortfahren…

Anklage an die Christen

Ein Schulfreund mit dem ich schon einige Jahre kein Kontakt mehr hatte, schrieb mir vor einigen Tagen bei Facebook überraschend eine Nachricht:

warum brauch man riesge gotteshäuser…kreuze aus gold und so weiter…das ist der gegensatz zur nächsten liebe…wenn sekündlich kinder sterben ???? und ihr christen feiert feste….aufwachen….keiner hat wohlstand verdient solange menschen sekündlich sterben…..wie könnt ihr fröhlich sein bei all dem leid auf der welt ? für mich macht glauben keinen sinn mehr sorry….gute woche….mfg

Heftige Anklage… Was soll man dazu sagen?

Ich habe ihm geschrieben:

Hi …,
ich verstehe deine Fragen und Vorwürfe. Hier ein paar Gedanken dazu:

1. Zum Teil sind sie berechtigt – es gibt leider Gemeinden und Kirchen, die sich eher um ihren Wohlstand kümmern, als um notleidende Menschen. Es ist insgesamt schrecklich wie selbstzentriert wir Menschen in Deutschland leben…

2. Es wäre verkehrt alle Christen über einen Kamm zu scheren. Meine Gemeinde hat zum Beispiel keinen Prunk im Gottesdienst und unterstützt arme Menschen durch Spenden und Patenschaften. Manche werden sogar praktisch aktiv und reisen in solche Länder um zu helfen. Ich glaube ich kann behaupten, dass keine Gruppe dieser Welt so viel gegen das Leid auf dieser Welt tut, wie die Christen! Kannst du gern informieren – es waren fast immer Christen, die Hilfswerke, Waisenhäuser, Diakonien usw. aufgebaut haben.

3. Das Leid dieser Welt ist schrecklich und zum Heulen. Es besteht zum großen Teil, weil Menschen unchristlich handeln und leben. Natürlich leide ich darunter. Wenn ich meinen Glauben nicht hätte, hätte ich mich schon vor einigen Jahren selbst umgebracht, weil das Leben mit all dem Leid für mich keinen Sinn machte.

4. Aber gerade weil ich an Jesus Christus glaube, kann ich trotzdem fröhlich sein. Wir Christen feiern Feste und sind fröhlich, weil wir jemanden kennen, das Leid dieser Welt besiegt hat. Durch Jesus erleben wir Veränderung der Situation in diesem Leben und haben Hoffnung auf ewiges Leben, wo es kein Leid mehr geben wird.

5. Auf dieser Welt gibt es leider keine Gerechtigkeit. Dies liegt an den Menschen! All die Ungerechtigkeit und das Leiden wird aber von Gott im Weltgericht gerecht beurteilt werden… Er wird dein und mein Leben beurteilen…

Für mich macht das mehr Sinn, als ein Leben ohne Gott. Manches was Christen tun und sagen verurteile ich auch… aber ich lade dich ein den Kern des christlichen Glaubens kennenzulernen. Was meinst du dazu?

Viktor

Was haltet ihr davon? Was würdet ihr schreiben?

Ich würde mich über eure Kommentare freuen!

Urlaubsbilder

Bin seit einiger Zeit zurück aus dem Urlaub und wollte mal ein paar Bilder reinstellen, um Gott den Schöpfer und Geber zu verherrlichen!

1 Sardienien

Kaktusfeigen gepflückt, gegessen und noch Stunden später mit den Stacheln gequält…

P1140079

P1140304

Der Hirte Viktor Smiley

P1140482

P1140527

P1140569

Sauberes, klare Wasser? Bitteschön Smiley

P1140585

Auch vollere Strände gibt es zur Auswahl…

P1140616

Einfach traumhaft…

P1140623

P1140703

Flamingos unterwegs in einem Tümpel gesehen!

P1140766

Dieses Wasser kann einen so erfreuen…

P1140802

P1140957

Jeden Tag Wassermelone Smiley

P Wassermelone in Itlaien

Die Hauptstadt Sardiniens Cagliari:

S Letzter Tag Cagliari in Sardinien

Danke Gott für so eine schöne Zeit! Du segnest mich so! Bin der glücklichste Mensch der Welt!

Drei Wochen meines Lebens

Halli Hallo!

Über drei Wochen kein Lebenszeichen von mir hier auf dem Block. Weil drei Wochen prall gefüllt waren.

Begonnen hat es mit Ostern. Wie kann es anders sein, zu Ostern gibt es in der Gemeinde natürlich Festgottesdienste und mächtig viel zu tun.

[nggallery id=7]

Dieses Jahr habe ich zu Ostern über den Schmetterling als Sinnbild für die Auferstehung gepredigt. Wie die Raupe sind wir auf der Suche nach Fressen. Doch wir werden nicht satt. Vielleicht glauben wir nicht einmal an ein anderes Leben. Doch wie bei der Metamorphose der Raupe in einen Schmetterling, werden auch wir erst nach der Auferstehung ein herrliches unbegrenztes Leben haben…

[nggallery id=8]

Die Woche nach Ostern hat mein Cousin geheiratet. Ich bin mit ihm aufgewachsen – er ist wie ein Bruder für mich. Und ich durfte ihn und seine Verlobte trauen. Das war natürlich aufregend. Und Predigt, Gottesdienstablauf, Trauung, Geschenke, Programmbeiträge etc. mussten vorbereitet werden. Es hat sich gelohnt. Es war ein schöner Tag!

 

Vom 6. bis 8. Mai waren wir mit einem Teil unserer Jugend auf dem Willow Jugendkongress 2011 in Düsseldorf. Das empfanden die Jugendlichen als sehr motivierend. Die Vorträge der Redner waren gut bis sehr gut. Dieses Jahr waren Torsten Hebel, Rob Bell, Darren Whitehead und Christine Caine dabei. Vor allem die letzten beiden waren sehr gut!

[nggallery id=10]

Und schließlich 13-15. Mai: Da habe ich für die Kirchliche Gemeinschaft der Deutschen aus Russland e.V. ein Fußballturnier in Bad Sooden-Allendorf organisiert und durchgeführt. Einen Bericht und Bilder dazu findet ihr hier.

 

Als ich heute wieder in meiner Gemeinde war, habe ich es genossen und mich gefreut. Sie hat mir gefehlt! Ich bin froh, dass ich jetzt wieder etwas mehr Zeit habe und aktiver hier im Blog sein kann.

Gottes Wort verkündigen!!!

Letztes Wochenende durfte ich wieder ein Prediger-Seminar leiten. Ich habe sieben jungen Brüdern einige Schritte für die Predigtvorbereitung ans Herz gelegt. Am Sonntag haben wir dann schon die ersten Früchte davon gesehen.

Ein Leitgedanke des Wochenendes war, dass unsere Predigt ganz tief von Gottes Wort geprägt sein sollte. Als Beispiel für die Schritte bei der Predigtvorbereitung habe ich Kol 1,28 vorgestellt:

IHN verkündigen wir und ermahnen alle Menschen und lehren alle Menschen in aller Weisheit, damit wir einen jeden Menschen in Christus vollkommen machen.

Dieser Text und das ganze Seminar hat mich auch wieder überaus motiviert zu predigen! Was ist das für ein Vorrecht, das wir haben…

Nach dem Wochenende habe ich jetzt das Buch „IHN verkündigen wir – Die Zentralität Gottes in Predigt und Verkündigung“ von John Piper gelesen und bin begeistert. Deswegen möchte ich es euch empfehlen! Am Anfang liest es sich vielleicht nicht so leicht, aber je tiefer man vordringt, desto begeisterter ist man!

Der Text vom Buchdeckel (was andere dazu sagen):

Hier haben wir ein Buch, das jeder Prediger mindestens einmal im Jahr lesen sollte. Es ist ein wirksames Gegenmittel gegen die unausgewogene, selbstzentrierte Verkündigung von heute.“ Erwin W. Lutzer

„Die Bibel ist kein Buch mit praktischen Tipps, wie man ein besseres Leben führen kann. Die Bibel ist die Offenbarung Gottes. Dieses Buch erinnert Prediger an das, was wir so schnell vergessen und womit sie sich selbst ebenso wie ihren Zuhörern schaden.“ Haddon Robinson

„Eine dringend notwendige Korrektur zu dem [heute üblichen] Abklatsch homiletischer Speise, der oberflächlich, aufgeschäumt und unterhaltsam ist. John Piper hat mich veranlasst, meine Aufgabe und meine Verkündigung neu zu überdenken. Ich möchte, dass die Zuhörer die Größe und Herrlichkeit Gottes sehen!“ Daniel J. Baumann

„Dieses Buch ruft uns zurück zu einem biblischen Maßstab für die Predigt, einem Maßstab, für den viele große Prediger der Vergangenheit als Beispiele angeführt werden, insbesondere Jonathan Edwards und Charles Spurgeon.“ Warren W. Wiersbe